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Vienna City Marathon: Ziel verfehlt, trotzdem zufrieden

Ok, gleich mal vorweg: Es nervt mich extrem, dass ich diese offiziellen 23 Sekunden mehr  für die 42,2 km beim Vienna City Marathon gebraucht hab. Am Ende waren es nämlich 3 Stunden 20 Minuten und 23 Sekunden – offizielle Nettozeit. Als ich um die Ecke in Richtung Ziel kam und die Zeit über dem Zieleinlauf gesehen hatte, war ich ehrlich gesagt echt enttäuscht. Enttäuscht von mir und meiner Leistung. Beginnen wir die Story, welche schließlich zu diesem Ergebnis beim 35. Vienna City Marathon führte, aber doch einmal vom Anfang an.

#WelcomeHome – 3 Tage Falkensteiner Hotel Wien Margareten

Den Freitag vor unserem Marathon-Wochenende hatte ich mir frei genommen und so startete ich gemütlich mit einem Frühstück in den Tag. Noch schnell die Sachen gepackt – zur Sicherheit noch ne lange Laufjacke, ein langes Laufshirt + langer Laufhose eingepackt – und ab ging es mit Mario und Anna Richtung Wien. Genauer gesagt ins Falkensteiner Hotel Wien Margareten. Meinen ersten Aufenthalt im Falkensteiner Hotel Wien Margareten hatte ich ja Anfang des Jahres, als ich mit J. Hornig beim Vienna Coffee Festival war. Ich wusste also schon was mich erwarten würde und freute mich daher auch schon ziemlich auf Wien.

Das Frühstück war wie gewohnt der Hammer und bis auf Sonntag am Tag des Marathons – da gab’s für mich nur Müsli mit Haferflocken- hatten wir dieses auch reichlich genossen. Eine möglichst stressfreie und erholsame Zeit vor dem Marathon war also durchaus gegeben. Lockere Trainingseinheit gab es vor Sonntag nicht mehr und so haben wir den Gym und Wellnessbereich des Hotels leider nicht genutzt. Vielleicht ja beim nächsten Mal! Was aber schon von mir genutzt wurde, war das Angebot bzw. besser gesagt die steirische Zotterschokolade in der Minibar. Am Samstag redete ich mir ein, dass ich mir diese ja wohl verdient hätte, weil die 10 Trainingswochen nun endlich vorbei sind. Sonntag gab’s die Schokolade dann als kleine Belohnung fürs Finish und weil ich ja eh über 3000 kcal alleine beim Lauf verbrannt habe. Die füllen einem die Minibar aber halt auch immer auf, was sollte ich da anderes machen? Eine Zotter Schokolade alt werden lassen, geht ja auch nicht. Danke noch einmal an dieser Stelle an Falkensteiner für die Möglichkeit bei euch übers Wochenende zu wohnen und auch Danke an dich Markus (nicht ich selbst, jemand anderes)!

Startnummernabholung und Expo-Besuch

Genau in dieser Reihenfolge verbrachten wir den Tag vor unserem Start beim 35. Vienna City Marathon. Nach dem Frühstück ging es Richtung Messe Wien, wo wir unsere Startnummer und Laufchips abholen mussten. Parallel dazu gab es, wie bei jeder Sportveranstaltung, gleich auch noch eine Expo mit zahlreichen Ausstellern rund um die Themen Laufen, Sport im Allgemeinen etc. Die Abholung der Startnummern war in nicht einmal 5 Minuten erledigt, was mich wirklich überraschte. Keine Ahnung, ob es an der Uhrzeit oder dem Tag lag, uns war es natürlich mehr als recht, dass wir nicht lange in einer Schlange anstehen mussten um alles zu bekommen. Nachdem wir besagte Startnummern und Chips hatten, gab’s noch den ein oder anderen Zwischenstopp bei verschiedenen Ausstellern auf der Expo.

Hermann Strandbar und Running Sushi Lugner City

Bald aber ging es wieder Richtung Innenstadt und vor allem raus an die frische Luft um den extrem schönen und sonnigen Tag zu genießen. Getan haben wir dies in der Hermann Strandbar, direkt an der Donau. Nach 2-3 Stunden ging es dann mit leichtem Sonnenbrand aber gut entspannt zurück ins Hotel, da wir um 19.00 Uhr noch ein Date mit der lieben Kathi von hunga-miad-koid.at in der Lugner City zum Running Sushi hatten. Dort angekommen gab’s viel Sushi, noch viel mehr Lacher und danach deshalb nicht nur wegen dem Sushi Bauchschmerzen. Der Tag war damit dann auch erledigt und ab ging’s ins Bett, am nächsten Tag war Tagwache um 06.30 Uhr, denn um 09.00 Uhr fiel ja bereits der Startschuss zum 35. Vienna City Marathon. Das Bier am Bild ist/war natürlich alkoholfrei.

Die Zeit die wirklich zählt…

Bevor ich unter der nächsten Headline euch nun meinen “Rennbericht” mit den Durschnittszeiten etc. zeige, möchte ich den Fokus doch noch auf das für mich wichtigste an der ganzen Geschichte lenken. Vor fast 3 Monaten haben Mario und ich begonnen uns für den Marathon in Wien vorzubereiten. Gemeinsam laufen wollten wir die 42,2 km ja eigentlich schon beim Graz Marathon 2017. Da ich dann blöderweise den Unfall mit meinem Bike hatte, lief Mario ihn alleine. Irgendwann Ende 2017 entschlossen wir uns dann den Versuch gemeinsam zu Starten beim Vienna City Marathon erneut zu wagen. Vor eben 3 Monaten hat das Projekt dann auch intensiv gestartet. In dieser Zeit haben wir dann einige Trainingseinheiten – meistens die langen über 30 km Einheiten am Sonntag – gemeinsam absolviert. Instagram, Facebook und Social Media kann oft sehr oberflächlich wirken beziehungsweise so wahrgenommen werden, aber genau diesen Netzwerken hab ich meine Freundschaft zu Mario verdanken. Ohne Instagram hätten wir uns wahrscheinlich, auch wenn wir die selben sportlichen Interessen haben, nie kennen gelernt. Also ohne jetzt zu viel herum zu schleimen, sage ich einfach DANKE für die geniale Zeit! Ich freu mich schon auf den Welschlauf in zwei Wochen!

Was ich EUCH damit sagen will ist: Macht’s a bissal Sport, dann bleibt’s gesund und im Optimalfall findest auch noch Freunde für’s Leben so wie ich!

Hitze, Krämpfe im steirischen Wadl und leichte Enttäuschung beim Vienna City Marathon

Dass es heiß werden würde war uns ja am Samstag schon klar, da mussten wir aber nicht laufen. Gegen 07.30 Uhr fuhren wir also dann endlich Richtung Start. Dass der irgendwo bei der Reichsbrücke ist, wussten wir, liefen aber blindlings einfach den ganzen anderen in Sportoutfits gekleideten Menschen hinterher. Kurze Zeit später standen wir auch schon in Block 2 vor dem BMW BlowUp und der Countdown wurde für uns runtergezählt. Die Profis starteten ein paar Minuten vor uns, was mir allerdings ehrlich gesagt ziemlich egal war, da ich mich auf mich konzentrierte, deren Zeit sowieso utopisch ist und ich einfach starten wollte. Vom Laufen war ich ehrlich gesagt nämlich schon sehr genervt. Die Trainingswochen zusammen mit Mario waren zwar schon gut, aber jetzt reicht’s auch mal mit dem Laufen. Meine Leidenschaft ist und bleibt das Biken.

Kilometer 0 bis 32 – #läuftbeimir

Gut, der Startschuss war gefallen und wir anfangs mit leichtem Schritttempo in Richtung Ziel unterwegs. Schritttempo wäre bei den Temperaturen – laut Kleine Zeitung hatte es beim Start um 9 Uhr bereits 19 Grad – sicherlich weniger anstrengend gewesen, aber ein Spaziergang war auch nicht das Ziel.

Bis Kilometer 22, also so ca. nach der Halbzeit lief es bei mir eigentlich soweit ganz gut. Eigentlich richtig gut. Hm…naja, ich wusste nicht wirklich wie weit ich war. Roman, einer meiner besten Freunde Stand nämlich bei Kilometer 13-14 an der Seite um mich anzufeuern und beim Einklatschen hatten sich unsere Handflächen zwar berührt aber leider genau so, dass er mit seiner Hand bei mir auf einen Knopf auf der Uhr drückte, wodurch eine neue Runde eingestellt wurde. Die Kilometeranzeige startete also wieder bei Null. Notiz an mich: Muss ich ihm noch sagen, er weiß es noch gar nicht haha.

Am Rande gab es natürlich auch immer die Kilometertafeln aber naja, auf die wollte ich nicht wirklich schauen. Die mag ich nämlich nicht. Zweites technisches Problem war, dass meine Uhr mir nicht mehr pro gelaufenen Kilometer automatisch die Durchschnittszeit anzeigte. Daran bin ich glaube ich aber selber schuld, weil dies ein Einstellung im Sportprofil der Uhr ist. Diente mir sonst immer sehr gut als Orientierung.

Bald nachdem ich die Mariahilfer Straße hinunter gelaufen war, zog ich mein Laufshirt aus und lief Oberkörperfrei. Dies war auch durchaus so geplant. Ich hasse nichts mehr als Hitze und mich dabei laufend mit Shirt. Ich sag immer, optimal für mich ist: Laufhose (muss ja 🙂 ), Socken, Laufschuhe und Sonnenbrille. Noch kann ich mich ja zeigen bzw. zumindest werden noch keine Steine nach mir geworfen. Der Marathon war also bald schon geschafft, ich so angezogen wie ich mich wohl fühlte und meine Beine waren gut. Gefehlt hat mir zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur die Musik im Ohr. Ich war also zuversichtlich, wusste aber, dass es ab Kilometer 32 wie immer auch hässlich werden kann. So war es dann auch.

Kilometer 32 bis 42,2 – #scheißKrämpfe

“Nur mehr 10 Kilometer Markus” und “Jetzt is a scho wurscht” waren meine Gedanken, bis sich dann so ca. ab Kilometer 32 plötzlich zwei Krämpfe in meinem rechten Bein breit machten. Ab dan bekam ich dann ehrlich gesagt etwas Panik und 10 Kilometer kamen mir dann doch noch sehr lange vor. “Ok, euch zwei nehme ich auch noch mit” und “Wir können gerne gemeinsam ins Ziel laufen, kein Problem” waren ab diesem Zeitpunkt meine mich begleitenden Gedanken. Ab da ging dann aber ehrlich gesagt leider nicht mehr viel. Das zeigen auch die Durchschnittszeiten. 10 Kilometer vor meinem Ziel war ich eigentlich noch ganz gut auf Kurs. Leider hab ich es dann aber verbockt. Schade.

 

 

Der Krampf hätte natürlich nicht sein müssen, aber dem gebe ich sowie auch der Hitze nicht die Schuld. Es sind zwar Faktoren die den Rennverlauf beeinflussen aber pro Kilometer einen Schritt mehr hätte auch geholfen.

Was im Nachhinein überhaupt nichts mehr bringt, ist sich zu lange negative Gedanken darüber zu machen. Deshalb hör ich jetzt auch gleich damit auf. Ich bin stolz auf meine Leistung und wir beide, Mario und ich haben das Ding gerockt! Punkt. Zum Schluss möchte ich auch noch einmal ein großes DANKESCHÖN an all jene richten, die mir vom Rande der Strecke zugerufen und mich motiviert haben. Roman, Johanna, Anna und die vielen Leute die mich als den Steira erkannt haben!

Hier nun noch das offizielle Ergebnis:

Danke Leute!

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