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Sport ohne Supplements – überhaupt noch möglich?

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„Das ist doch nicht mehr normal!“, dachte ich mir gestern Abend als ich ein paar Insta-Stories von einem „Influencer“ sah und dieser ca. 6 Insta-Stories benötigte (eine Story dauert ca. 15. Sekunden), um alle seine Supplements aufzuzählen. Als leichter IT-Nerd und Social Media-Freak habe ich auch die Tendenz des Öfteren mit Abkürzungen oder Fachausdrücken um mich zu werfen, aber die Supplements welche der Typ alle aufgezählt hatte, waren mir eindeutig zu viel.

Hab ich den Pfiff nicht gehört, oder sind die alle einfach nur durchgeknallt? BCAA’s, ATP, LECITHIN, AAKG und ARGININE waren nur einige der Supplements, die mir in Erinnerung geblieben sind. Irgendwann muss ja mal gut sein, dass ist doch nicht mehr gesund, oder?

Supplements: Was nimmst du alles?

Fleißige Leser meines Blogs und Follower meiner Social Media Accounts – Instagram: @dersteira / Facebook: @dersteira – werden jetzt sicher denken: „Hat der nicht auch mal einen Blogpost über seine Supplements gemacht?“ Stimmt, hab ich und ja, ich nehme auch Supplements zu mir. Welche genau, könnt ihr gerne auch noch einmal hier nachlesen! Auf die Frage „Welche Supplements nimmst du?“, die einem vor allem in Fitnessstudios öfter gestellt wird, antworte ich aber wenn dann immer mit dem Satz: „Brokkoli, Eier, Wasser, Hühnerfleisch und ab und an mal einen Protein Shake, Magnesium oder so.“

Klar, ich esse auch ab und an mal einen Protein Riegel, trink einen Protein Shake oder eben ein Magnesium, aber ich weiß zumindest auch noch in welchen Nahrungsmitteln Protein auch so drinnen ist. Das kommt nämlich nicht nur aus der großen Plastikdose.

Supplements und Social Media

Natürlich sind gut trainierte Körper schön anzuschauen und jeder will selbst auch möglichst gut aussehen. Ich ja auch. Durch Social Media – Instagram finde ich dafür sehr extrem – lässt die Grenzen zur Normalität diesbezüglich aber sehr verschwimmen. Ich weiß schon, ich bin auch auf Instagram und poste regelmäßig Bilder von meinem Training, primär aber um Menschen zu motivieren, auch Sport zu machen. Sport ist nämlich gesund! Bei meinen Einblicken zeige ich dann auch ab und an meine Ernährungsgewohnheiten und mein Essverhalten. Viele „Influencer“ oder Instagramer missbrauchen ihre Follower aber schon extrem, indem sie ihnen ein Supplement nach dem anderen, kombiniert mit einem Rabatt Code unter die Nase reiben und ihnen erzählen, wie gut diese Supplements doch alle sind. Auch wenn es viele tun und es einem vielleicht hilft Geld zu sparen, weil gewisse Firmen einem dann ein Sponsoring anbieten, sollte man es sich meiner Meinung nach gut überlegen, was und wie man etwas kommuniziert.

In meinem letzten Blog „MONDAY MOTIVATION: 1 KG FETT (CA. 7000 KCAL) IN EINER WOCHE VERBRENNEN“ habe ich das Thema effizientes und effektives Training aufgegriffen, womit ich betonen wollte, dass es beispielsweise viel Schweiß und Anstrengung bedarf, 7000 kcal (Trainingskalorien) zu verbrennen. Durch den Einsatz und Konsum von Supplements rückt dies meiner Meinung nach immer mehr in den Hintergrund. Vor dem Training nehme ich schnell einen Booster, damit es währenddessen so richtig kracht und ich Power hab. Während dem Training schnell noch ein paar Aminosäuren und was nicht noch alles. Danach dann einen Fatburner plus Protein Shake und BCAA’s. Reihenfolge kann variieren, ich kenne mich da nicht wirklich so aus. Will es auch gar nicht. Zwischendurch sollte man bei all den Supplements aber auch nicht vergessen noch Sport zu machen.

Ach, da war ja noch was…Sport

Bevor es dann für viele ab nach Hause in Richtung Tablettenschachtel geht, die  natürlich voll mit Supplements für den Muskelaufbau am Abend und während der Nacht ist, wird noch schnell eine geraucht. Sport und Rauchen, auch so ein Thema. Ich war nicht viel besser, habe selbst geraucht und danach Sport gemacht. Darf jeder für sich entscheiden, die Rechnung muss jeder selbst bezahlen. Ich bin zum Glück seit fast 2 Jahren rauchfrei und kann auch nur sagen, „Seid doch bitte nicht so dumm wie ich es war und fangt erst gar nicht damit an bzw. hört damit auf.“

Achja das Thema Sport. Wie zu Beginn schon kurz erwähnt, ist die erste Frage oft „Welche Supplements nimmst du den?“. Welche Sportart mir überhaupt Spaß macht und wie ich diese effektiv ausüben kann, diese Frage stellen sich die Meisten oft gar nicht erst. Vorrangig ist die schnelle Leistungssteigerung und oft einfach auch nur der rasche Muskelaufbau. Dieser geschieht dann oft so schnell, dass für Stretching usw. keine Zeit mehr bleibt und sich dann jeder Zweite im Fitnessstudio so bewegt als hätte er – entschuldigt die Formulierung – wirklich einen Stock im Arsch.

Supplements: Was ich davon halte

Habe ich euch eingangs glaube ich, ganz gut erklärt. Mir ist es aber trotzdem noch einmal wichtig zu betonen, dass die sportliche Betätigung bitte im Vordergrund stehen sollte. Es sollte wichtiger sein vielleicht auch noch mit 90 Jahren eine, wenn auch nicht mehr so lange, Radtour oder auch nur einen Spaziergang machen zu können, als jemanden seine Muckis zu zeigen.

Eines der größten Privilegien die wir Menschen besitzen ist unsere Selbstbestimmtheit, sprich Kontrolle über unser eigenes Leben zu haben. In diesem Sinne können wir selber wählen ob wir uns für kurzfristige oder langfristige Ergebnisse entscheiden. Ich kenne meine Entscheidung und vielleicht kann ich euch mit meinen Gedanken zum Thema Supplements zeigen, dass Sport auch ohne Supplements durchaus seinen Reiz hat. Vielmehr sollten wir auf unseren Körper hören, der sagt uns schon was er benötigt. Meinen habe ich bisher noch nie schreien hören „Gib mir Lecithin, pur und ungefiltert als Pulver.“

Wie immer sage ich „Macht’s a bissal Sport, dann bleibt’s auch gesund!“

Euer Markus aka derSteira

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