Produkttest

Polar Vantage M im Test: So gut ist die neue Multisportuhr

 

Polar Vantage M

Wurde aber auch höchste Zeit! Ende September wurde die neue Polar Vantage M und Vantage V vorgestellt. Das bis dahin geltende Flaggschiff die Polar V800 wurde somit abgelöst.

Als einer von sechs Personen durfte ich die Polar Vantage M vorab testen. Schwimmen, Biken, Laufen, Krafttraining – dies waren die vier Hauptaktivitäten, wobei ich die Vantage M getestet habe. Solltet ihr überlegen, ob ihr euch die Polar Vantage M als Multisportuhr zulegt, hoffe ich, euch mit den nachfolgenden Zeilen ein wenig weiterhelfen zu können bei eurer Entscheidungsfindung.

Würde ich mir die Polar Vantage M selber als Hobbysportler kaufen? Ja, definitiv!

Bei meinem Test- und Erfahrungsbericht zur Vantage M schreibe ich über die Kriterien, welche für mich selbst bei einem Kauf wichtig wären. Auf folgende Punkte werde ich daher näher eingehen:

  • Pulsmessung
  • Armband und Tragekomfort
  • Display und Handling
  • Knöpfe
  • Preis- Leistungsverhältnis

Auf Themen wie “Aktivierung der Uhr”, “Konfiguration” und “Sportprofile” mit Hilfe der Polar Flow App möchte ich hier im Test nicht näher eingehen, da sich dies nicht geändert hat. Details zu diesen Themen findet ihr genau in meinem Testbericht zur Polar V800 und zwar hier.

Polar Vantage M – Pulsmessung

Endlich kein lästiger Pulsgurt mehr! Mit den beiden neuen Modellen Polar Vantage M und V gibt es endlich auch bei Polar die Pulsmessung am Handgelenk. Wobei, wenn man es ganz genau nimmt, gibt es die ja auch schon länger bei dem Modell M430. Nähere Details zu dieser Uhr findet ihr hier.

Polar Vantage M

Laut Polar ist dies die nächste Generation von Pulsuhren mit optischer Pulsmessung am Handgelenk. Bei der Pulsmessung wird die optische Pulsmessung mit einer Hautkontaktmessung kombiniert. Dies soll eine genauere Pulsmessung zum Ziel haben.

Für mich ist wichtig dass ich beim Schwimm- und Lauftraining endlich den nervigen Brustgurt weglassen kann. Biken werde ich mit der Uhr nicht, dafür verwende ich meinen Radcomputer von Polar, den M460. Einziger Grund warum ich die Uhr dafür nicht verwende, ist der gerade Blick auf den Radcomputer, welcher direkt am Lenker montiert ist. Dies ist aber nur eine persönliche Präferenz. Die Uhr kann natürlich auch getragen werden.

Für viele ist, bezogen auf die Pulsmessung, die Genauigkeit der Messung hinsichtlich Puls wichtig. Ist es mit Pulsgurt genauer? Ja, wahrscheinlich. Fallen gravierende Unterschiede ohne Pulsgurt und bei reiner Messung am Handgelenk auf? Mir nicht. Hier wird meiner Meinung nach eine zu große “Wissenschaft” oft daraus gemacht. Klar, Pulsmessung ist wichtig und sollte auch genau sein, aber man sollte hier auch nicht bis ins kleinste Detail jeden Schlag analysieren. Für mich gibt es hinsichtlich der Messungen keine negativen Anmerkungen. Es funktioniert und die Pulsbereiche sind bei mir gleich wie bei den anderen Uhren.

Armband und Tragekomfort

Über meine Social Media-Kanäle – Insta @dersteira – FB @dersteira – werde ich oft gefragt, ob die Uhr sehr eng an der Hand liegen muss. Meine Erfahrung ist, dass dies nicht der Fall ist. Die Uhr misst den Puls sehr gut, ohne dass man sie allzu fest am Handgelenk tragen muss. Hier würde ich aber auch wieder sagen, dass dies ein sehr individuelles Kriterium ist. Das Armband an sich ist zumindest sehr leicht, soft und kaum  spürbar am Handgelenkt. Im Vergleich zur V800 ein wesentlicher Fortschritt!

Display und Handling

Polar Vantage M

Ein optisch auffallender und gravierender Unterschied zu all den anderen Uhren ist, dass der Display der Polar Vantage M und Vantage V nun ein Farbdisplay ist. Der Display der Vantage V ist sogar teilweise ein Touchdisplay. Braucht man einen Touchdisplay? Nicht zwingend meiner Meinung nach. Während der Trainingseinheit, dient mir der Display als Kontrolle für Puls, Pace und Distanz. Die Polar Vantage M hat eben keinen Touchdisplay und ich benötige ihn auch nicht.

Die Aufteilung der Bereiche auf dem Display finde ich gut. Diese können über die Polar Flow App eben auch wie gewohnt individualisiert und mehrere “Ansichten” eingestellt werden.

Das Handling der Uhr, sprich navigieren zwischen den Anzeigen, starten der Trainingseinheiten, stoppen etc ist einfach. Wer den Umgang mit Uhren von Polar gewohnt ist, kennt sich sowieso aus damit. Sollte dies die erste Uhr von Polar sein, findet man sich auch relativ schnell zu recht. Grundsätzlich ist und sollte die Bedienung von solchen Uhren allgemein kein Problem darstellen.

Knöpfe

Den Punkt “Knöpfe” habe ich absichtlich als eigenes Kriterium gewählt, da ich den Knöpfen bei meinem Testbericht leider die Note 3- geben muss. Der Grund ist ganz einfach, die Knöpfe sind mir zu klein. Es stört mich zwar nicht maßlos und die Bedienung der Knöpfe ist auch nicht unangenehm, trotzdem hätte ich gerne die Knöpfe der Polar Vantage V auf meiner Polar Vantage M. Diese sind nämlich wesentlich größer und – ohne sie jemals in der Hand gehabt zu haben – daher auch sicherlich leichter zu bedienen. Wie gesagt, ich hatte die Vantage V noch nicht in den Händen, dies war aber mein erster Gedanke, als ich bei de Uhren zum ersten Mal gesehen habe.

Würde ich deshalb die Vantage V gegenüber der Vantage M bevorzugen? Nein, würde ich nicht. Alleine schon wegen dem Preis nicht, was mich hiermit zu meinem nächsten Punkt bringt, dem Preis- Leistungsverhältnis.

Preis- Leistungsverhältnis der Polar Vantage M

“Die wird sich wie ne warme Semmel verkaufen” – so mein erster Gedanke, als ich sah zu welchem Preis die Uhr verkauft wird. Die Polar Vantage M gibt es für € 279,95 – online über Polar.com zu kaufen. Ist das teuer? Nein, für diese Uhr definitiv nicht. Die Polar Vantage V wird zu einem Preis von € 499,95 – angeboten. Ob die Uhr den Preis wert ist – die Vantage V meine ich jetzt – kann ich nicht sagen. Was ich ohne schlechtem Gewissen sagen kann, ist dass die Vantage M jeden Penny wert ist.

Gibt es billigere Uhren? Mit dem selben Leistungsumfang eher nicht. Mein Motto bei dieser Art von Käufen ist immer “lieber etwas teurer und dafür länger und nachhaltig”. Schon klar, es muss nicht immer das teuerste Produkte sein, ist es in diesem Fall aber auch nicht.

Wichtig zu beachten ist eben auch immer, was brauche ich wirklich an Funktionen? Hier müsste ihr selbst ehrlich zu euch selbst sein. Wenn ihr überwiegend Laufen und Biken geht, naja, dann würde eine Polar M430 wahrscheinlich auch reichen.

Als ich mir vor ca. 3 Jahren meine erste Sportuhr – eine Polar V800 – gekauft habe, war für mich wichtig dass ich damit Biken, Laufen und Schwimmen kann. “Aufzeichnung meiner Schwimmeinheiten” war damals das entscheidende Kriterium warum ich mir die Polar V800 gekauft habe. Einen Testbericht zur V800 findet ihr übrigens hier.

Vergleich Polar Vantage M und Vantage V

Zur Polar Vantage V wird es voraussichtlich keinen Testbericht von mir geben, da ich die Uhr nicht besitze. Dennoch möchte ich euch die Uhr an sich nicht vorenthalten. Der Hauptfokus liegt in diesem Testbericht natürlich klar auf der Polar Vantage M, hier findet ihr aber nachfolgend einen Link zum Vergleich der beiden Uhren: Vergleich Vantage M – Vantage V

Für all jene die genau so wie ich lieber ein Video anschauen, nachfolgend ein – wie ich finde – sehr gutes Video zu beiden Uhren.

Mein Fazit

Würde ich euch die Uhr empfehlen? Definitiv JA! Gibt es besser oder ähnliche Uhren? Ja, gibt es wie auch bei vielen anderen Dingen auch immer. Ich bin sehr zufrieden mit der Uhr und würde sie – hätte ich sie nicht freundlicherweise zum Test von Polar bekommen – mir selbst kaufen. Der “Kritikpunkt” wenn man so will, gilt den Knöpfen. Hier hätte ich gerne die Knöpfe der Vantage V. Mehr als “Ja, ich würde sie mir selber kaufen” kann ich euch als Fazit ehrlich gesagt nicht sagen. € 279,95- sind viel Geld, auch für mich.

Ich hoffe ihr habt nun eine Idee von der Uhr bekommen und trefft eine für euch passende Entscheidung. Sollte diese zu Gunsten der Polar Vantage M ausfallen, freut es mich natürlich.

Am Wichtigsten ist aber immer noch, dass ihr a bissl Sport mocht’s, damit ihr auch gesund bleibt! Über euer Feedback zu meinem Testbericht oder eure persönliche Erfahrung, würde ich mich natürlich sehr freuen. Gerne also ein Kommentar hinterlassen!

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5 Comments

  • Reply
    Barbara
    4. Dezember 2018 at 14:49

    Servus!
    Danke dir für den ausführlichen Bericht – die Tage meiner Polar M400 und des zugehörigen Brustgurtes sind definitiv gezählt. „Liebes Christkind…“ 😉
    Danke und lieben Gruß,
    Barbara

    • Reply
      Markus Fritz
      5. Dezember 2018 at 14:38

      Danke für dein nettes Kommentar liebe Barbara! Da hoffe ich doch, dass dein Christkind brav sein wird!

  • Reply
    Klaus
    5. Dezember 2018 at 12:44

    Danke für den Bericht. Wie sieht es mit der Genauigkeit der (GPS-)Distanzmessung im Vergleich V800 zu Vantage aus? Ich habe andernorts gelesen, dass die dort getestete Vantage V konstant 3-4% weniger als die V800 angezeigt hat, nur leider ohne Bezug zu einer Referenzdistanz: Welche ist nun also genauer?
    Hast du da Erfahrungswerte?

    • Reply
      Markus Fritz
      5. Dezember 2018 at 14:41

      Hallo Klaus! Also einen Unterschied bei Wettkämpfen habe ich schon festgestellt. Bei einem Halbmarathon zB. 200-400 Meter. Ob das aber an der Uhr liegt oder an der Vermessung der Strecke kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann ist, dass der Unterschied nicht gravierend ist bzw. ich ihn nicht gravierend finde. Ein weitere Abweichung gibt es immer zwischen Polar und Garmin Geräten. Der kann oft schon bis zu 500 Meter betragen. Den Unterschied hab ich mit der V800 festgestellt. Vergleich V800 und Vantage M kann ich sagen, dass ich da keinen wirklichen Unterschied festgestellt habe, sprich beide gleich messen.

      • Reply
        Klaus
        5. Dezember 2018 at 14:53

        Danke dir. Ja, diese Hersteller-spezifischen GPS-Distanzunterschiede kenne ich als Läufer und Laufveranstalter nur zu gut. Da gibts dann einige, die behaupten, der Lauf wäre zu kurz, bis man drauf kommt, das die alle dieselbe Uhrenmarke tragen und andere Marken andere Ergebnisse zeigen. Da entwickeln sich dann auf Facebook schöne Diskussionsthreads und die Leute merken nicht, dass sie in ihren Hersteller-Blasen gefangen sind (die anderen haben ihr Ergebnis ja bestätigt).
        Z.b. hängt es sehr von der Messintervallhäufigkeit ab. Je öfter gemessen wird, desto “länger” wird die Strecke, weil weniger interpoliert wird. Muss ich mal nachlesen, ob man die auch bei den neuen Uhren einstellen kann, bzw. wäre bei derartigen Vergleichen und Vergleichstest diese Angabe unbedingt nötig.

        Interessant, dass du keine Unterschiede zwischen V800 und Vantage M feststellen konntest (hast du sie zugleich beim selben Lauf getragen/vergleichen)?
        Hier der andere Test mit den genannten Unterschieden beim Vantage V, wo ich auch nachgefragt habe: http://www.runtasia.info/2018/11/runtasia-testet-polar-vantage-v.html

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