Produkttest Sport

Polar V800 – Testbericht


Polar V800 Javier Gomez Noya Limited Edition

Was ihr von diesem Review erwarten könnt

Nachdem ich die Uhr jetzt seit etwas mehr als einem Jahr für besitze und quasi  teste, möchte ich euch mit diesem Post nun meine ehrliche Meinung und Erfahrung mitteilen. Bei meinem Review behandle ich die für mich wichtigsten Punkte. Sprich die Punkte die ich bei meinen Kaufentscheidungen berücksichtige. Diese Punkte sind:

  • Preis-Leistung
  • Lieferumfang
  • Funktionen
  • Synchronisierung
  • Tragekomfort / Design
  • Apps etc.

Preis – Warum er meiner Meinung nach gerechtfertigt ist.

Kommen wir gleich zum für euch vielleicht wichtigsten Punkt, dem Preis. Die Uhr kostet aktuell € 399,95- ohne Herzfrequenzsensor! Mit Herzfrequenzsensor € 449,95 Zum Preis kann ich euch sagen, dass ihr sicherlich immer – egal bei was für einem Produkt – gut überlegen solltet, ob ihr das Geld wirklich dafür ausgeben wollt.

Meine Gründe warum ich mir die Polar V800 wieder kaufen würde:

  1. ich wollte eine Sportuhr, die wasserdicht ist,
  2. meine Herzfrequenz misst,
  3. eine GPS-Funktion hat,
  4. mit der ich meine Radeinheiten und Laufeinheiten aufzeichnen kann,
  5. die meine Distanz, Zeit etc. misst,
  6. mit der ich Freiwasser schwimmen kann, tauchen kann,
  7. ich meine normalen Trainingseinheiten (Gym oder auch Yoga) aufzeichnen kann und
  8. einen Fitnesstracker der meine Tagesaktivität misst.

Ich wollte also eine Multi-Sportuhr die möglichst alles kann. Wichtig war mir, dass ich mit dem Kauf dieser Uhr erstmal kein weiteres Produkt kaufen muss. Sprich Radcomputer oder so. Die Uhr sollte mir schon sehr viele Möglichkeiten bieten.

Natürlich habe ich mir im Vorhinein verschiedene Uhren angesehen. Da ich von der Sportart Triathlon sehr fasziniert bin und Javier Gomez Nora, neben Jan Frodeno einer meiner Favorites im Triathlonzirkus ist, fiel meine Wahl schlussendlich auf die Polar V800. Ein Vergleich zu anderen Uhren im selben bzw. ähnlichen Preissegment, wird in diesem Post nicht gemacht.

Lieferumfang

Wie oben bereits kurz erwähnt kostet die Uhr alleine ohne Herzfrequenzssensor €399,95- und mit € 449,95- Meine Empfehlung ist, dass wenn ihr euch für den Kauf dieser Multi-Sportuhr entscheidet, der Sensor auch mitgebaut werden soll.
Zusätzlich habt ihr noch folgende Optionen um euer Equipment zu erweitern:

  • Laufsensor Bluetooth® Smart (69.95 EUR) – habe ich zum Beispiel nicht und schaffe meine Runden auch ganz gut
  • Universal Bike Mount (14.95 EUR) – benötigt man nicht zwingend. Ihr tragt die Uhr ja eh am Handgelenk.
  • Set aus Geschwindigkeitssensor Bluetooth®  – muss nicht, kann aber.

Im Grunde solltet ihr vor jedem Kauf immer genau überlegen, welches Gadget ihr vielleicht nur kurz in Verwendung habt und was ihr sicherlich öfter verwenden werdet. Ich hab mit der Uhr und dem Herzfrequenzsensor begonnen. Um neutral und fair zu bleiben muss ich sagen, dass die V800 im Vergleich zu einigen Garmin-Modellen keinen Sensor direkt am Handgelenk hat. Uhren mit Sensor  am Handgelenk, – die Sportuhr Polar M200 hat ihn zum Beispiel auch schon – gibt es ja schon etwas länger. Genauer sind die Messungen aber immer mit einem Brustgurt. Beim Schwimmen kommt ihr beispielsweise auch nicht drum herum einen Brustgurt zu tragen. Vorausgesetzt ihr wollt genaue Messungen.

Beim Schwimmen kann der Brustgurt sehr störend sein, da er leicht runterrutschen kann, vor allem bei einer Wende im Pool beispielsweise. Ich verzichte daher beim Schwimmen meistens auf den Brustgurt.

Der Start – Polar Flow Registrierung

Hat man die Polar V800 ausgepackt, besteht der erste Schritt darin, dass man sich zunächst total freut und dann über die Website www.polar.com die Software für die Synchronisierung auf seinen PC/Laptop ladet. Dies sollte nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch nehmen.

In der Zwischenzeit kann man schon einmal sein Benutzerkonto für die Polar Flow App anmelden. Zum Login gelangt ihr hier. Die Erstellung des Accounts geht eigentlich ganz schnell und einfach. Man muss lediglich Benutzernamen (e-Mail) und Passwort angeben. Ist dies erledigt und die App zur Synchronisierung heruntergeladen, schließt man die Uhr mit dem Sync-Kabel an den PC/Laptop.

Polar V800 konfigurieren

Ist die Uhr an den PC/Laptop angeschlossen, öffnet sich Polar Flow normalerweise durch ein Pop-Up-Fenster selbst. Wenn nicht, einfach Browser öffnen und auf die Seite www.flow.polar.com gehen und einloggen.

Bei der Konfiguration der Uhr, sprich auch bei den Angaben zur eigenen Person, geplanter Trainingsumfang etc., müssen folgende grundlegende Angaben gemacht werden:

Polar V800

Diese Einstellungen betreffen hauptsächlich das “Konto”.  Zusätzlich könnt ihr auch Einstellungen vornehmen, welche es ermöglichen die synchronisierten Daten direkt an andere Dienste wie zum Beispiel Strava zu übermitteln.

Zusätzlich synchronisiert werden kann mit:

Activity Tracker

Wie schon fast jede Sportuhr hat auch die Polar V800 einen Activity Tracker, sprich die Uhr zählt eure Schritte, Distanzen und eben die Bewegung die ihr den ganzen Tag macht. Ein aktueller Zwischenstand euer Aktivität wird auch auf der Uhr angezeigt. Solltet ihr euch zu lange zu wenig bewegen – was mir bei meinem Bürojob häufig passiert – vibriert die Uhr und schreibt ” Zeit für Bewegung” – was bei mir immer recht amüsant ist, da ich dann gleich immer hochspringe und mich bewege.

Ziel ist es am Ende des Tages 100% Tagesaktivität zu erreichen. Wie diese 100% definiert werden, dass könnt ihr in der Polar Flow App einstellen und zwar so wie auf dem nachfolgenden Bild gezeigt:

Ihr habt hier die Möglichkeit zwischen 3 Stufen (Niveau) zu wählen. Die Stufen werden meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, sodass auch jeder seinen geeigneten Messebereich festlegen kann.

Ich persönlich finde den Activity Tracker sehr gut, da es schon alleine damit ein Ansporn sein kann, täglich die 100% zu erreichen. Das ist nämlich gar nicht mal so einfach. Gesagt werden muss auch noch, dass die Aktivität bei einem Training, sprich ein Lauf, eine Fahrt mit dem Bike etc. auch hinzugezählt wird zur täglichen Aktivität. Eigentlich logisch. Somit erreicht man seine 100% dann auch natürlich einfacher und schneller.

Sportprofile

Die Polar V800 bietet sehr viele Möglichkeiten um verschiedene Sportarten aufzuzeichnen. Welche man nun aufzeichnen möchte, muss vorher anhand der Konfiguration der einzelnen Sportprofile aber festgelegt werden.

Die Auswahl reicht von den klassischen Sportarten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Snowboarden, Freiwasserschwimmen bis hin zu Judo, Kickboxen etc.

Hat man seine Sportprofile gewählt, besteht in weitere Folge die Möglichkeit verschiedene Trainingsansichten für das jeweilige Sportprofil einzustellen. Die Uhr soll einem natürlich die Werte anzeigen, die ich während eines Trainings sehen bzw. bei Bedarf abrufen möchte.

Trainingsansichten

Trainingsansichten sind wie kleine Displays/Anzeigen auf der Uhr zwischen denen man hin  und her switchen kann. Jeder Display zeigt dabei verschiedene Werte die man selbst vorab auswählen kann. Beispielsweise die Herzfrequenz, die Trainingsdauer, Geschwindigkeit, Kalorien, Distanz etc.

Maximal können für ein Sportprofil 4 Display mit ebenso maximal 4 Werten angezeigt/ eingestellt werden.
Ich persönlich habe als Standardansicht Kalorien, Distanz, Herzfrequenz und Dauer gewählt. So weiß ich auf einen Blick immer wie lange ich schon Laufe, wie weit ich schon gelaufen bin, wie viel Kalorien ich bisher verbraucht habe und mit welcher Herzfrequenz ich laufe.

Hat man nun alle Einstellungen für sich, die verschiedenen Trainings und die Uhr getroffen, muss man die Uhr synchronisieren, sodass die Einstellungen eben darauf auch übernommen werden.

Polar Flow App – synchronisieren

Einer der wesentlichsten Punkte ist sicher, dass man seine Daten nach dem Training oder auch Einstellungen vor dem Training schnell und leicht synchronisieren kann. Bei Polar gibt es dafür 2 Möglichkeiten.

  1. Synchronisieren mit der App
  2. Synchronisieren mit dem PC/Laptop durch einen Kabel

Beim Synchronisieren mittels App muss man diese natürlich zuvor auf sein Smartphone (Android oder iOS) runter geladen und sich in den Account eingeloggt haben.

Das Synchronisieren mit der App funktioniert über Bluetooth und dauert aufgrund der geringen Geschwindigkeit der Datenübertragung etwas länger. Das Synchronisieren mittels Kabel – Laptop/PC geht sicherlich schneller. Die Daten des Trainings werden zugleich auch beispielsweise an Strava übermittelt. So benötigt man nur eine Synchronisierung für mehrere Apps, was ziemlich cool ist.

Tragekomfort

Ich persönlich trage meine Polar V800 fast täglich. Des öfteren auch in der Nacht, da die Uhr auch eine Möglichkeit bietet, den eigenen Schlaf zu analysieren. Dazu schreibe ich vielleicht aber in einem eigenen Post etwas mehr.

Dem Tragekomfort würde ich die Note 2 geben. Das Gummiband ist sehr robust, aber auch ein wenig steif. Besser gefällt mir zum Beispiel das Band der Polar M200. Im Vergleich zur M200 – meinen Testbericht findet ihr hier – ist die V800 aber auch wesentlich schwerer am Handgelenk. Es ist also nicht so, dass man die Uhr nicht am Handgelenk merken würde, was mir grundsätzlich aber auch nichts ausmacht bzw. ich nicht als störend empfinde.

Training mit der Uhr – Laufen

Das GPS der Uhr funktioniert ganz gut. Ab und an gibt es mal Tage an denen die Uhr das GPS nicht so schnell findet, aber es wäre mir bisher – nach immerhin fast 2 Jahren Test – noch nicht merklich aufgefallen, sodass es mich stört oder nervt.

Beim Training, insbesondere bei meinen Laufeinheiten nutzen ich gerne die Funktion, dass die Uhr bei jedem Kilometer vibriert. Das Vibrieren ist leicht bis mittelstark würde ich sagen und zeigt einem dann quasi immer den Zwischenstand an. Die Zeit pro Kilometer, die verbrannten Kalorien und die Herzfrequenz. Damit dies so funktioniert, muss es im Vorhinein aber in der Polar Flow App eingestellt werden.

Negatives kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich berichten. Die Tasten reagieren sehr gut und sind leicht zu drücken. Durch den Schwarz/Weiß-Display können die Daten bei jeder Witterung eigentlich gut abgelesen werden.

Da die Uhr ja so ziemlich alles Spielchen spielt und ihr sie mir beispielsweise auch deshalb gekauft habe, weil ich damit auch Schwimmen kann, sprich einen gesamten Triathlon aufzeichnen und tracken kann, ist sie quasi ein Allrounder für mich.

Beim Ausziehen eines Neoprenanzugs nach der ersten Disziplin eines Triathlons stört die Uhr am Handgelenk und man bekommt den Neo nicht bzw. nur sehr schwer über die Uhr ausgezogen. Ist aber auch nicht zu empfehlen. Die Uhr sollte vorher abgenommen werden.

Training mit der Uhr – Radfahren

Ein Punkt, welcher sicherlich nicht als negativ betitelt werden könnte, aber eben etwas suboptimal ist, ist der Blick auf die Uhr beim Radfahren. Die Uhr ist eben eine Multisportuhr und kann mit der GPS-Funktion auch Radausfahrten sehr gut aufzeichnen. Ein wenig stört mich aber, dass ich nicht ständig bzw. nicht vor mir in Blickrichtung Fahrbahn die Daten ablesen kann. Mann muss seinen Blick natürlich immer von der Fahrbahn abwenden und auf die Uhr links oder rechts am Handgelenk schauen. Wie gesagt, als negativ würde ich es nicht bezeichnen. So ist das nun mal bei einer Uhr. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit sich die Uhr mit einem Zusatzteil auf den Lenker des Fahrrads zu montieren. Gefällt mir persönlich aber nicht und mach ich daher nicht. Ich greife da auf eine für mich bessere Lösung zurück. Für Radausfahrten nutze ich einfach meinen Radcomputer, den Polar M 460. Problem gelöst.

Training mit der Uhr – Schwimmen – Pool & Freiwasser

Für’s Schwimmen im See oder Meer bietet Polar bei den Sportprofilen das Profil “Freiwasser”. Dabei werden eben Distanz etc. gemessen. Zusätzlich erkennt die Uhr auch noch den Unterschied zwischen Kraulen, Rückenschwimmen und Brustschwimmen. Zum Thema GPS sein noch kurz anzumerken, dass Distanzen gemessen von einer Polar- oder Garmin- Uhr immer leichte Unterschiede aufweisen werden. Wer genauer ist, kann ich nicht sagen. Aber die Polar misst schon ziemlich genau hätte ich gesagt.

Beim Schwimmen im Pool – was ich in den Wintermonaten eben ausschließlich mache – hat man die Möglichkeit genau die Länge des Pools einzustellen. Sprich ich gebe an, ob der Pool 50 Meter oder nur 25 Meter hat. Dies muss aber vorher in der App angegeben werden. Das Tracking hiermit funktioniert auch sehr genau hätte ich gesagt.

Bei allen Sportarten trage ich zusätzlich zur Polar V800 auch immer den Brustgurt.

Fazit

Anfangs erscheint der Preis bzw. die Investition in eine Multisportuhr sehr hoch. Bei anderen Herstellen liegt man aber auch immer im selben Preissegment. Ob jetzt 2o oder 30 oder 50 Euro mehr oder weniger, ist bei dem Level auch egal. Für mich zumindest. Die Uhr ist ihr Geld definitiv wert. Ich habe sie auch aus dem Grund gekauft, weil ich längerfristig eine gute Uhr haben möchte. Nun habe ich die Uhr mittlerweile schon fast 2 Jahre und sie zeigt noch keinerlei Ermüdungserscheinungen. Ich bin mir sicher, – sollte sie mir nicht aus irgendeinem Grund kaputt gehen – dass ich die Uhr auch noch weitere 2 Jahre oder sogar länger haben werde.

 

 

 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Monday Motivation: 1 kg Fett (ca. 7000 kcal) in einer Woche verbrennen!
    22. Januar 2018 at 13:37

    […] Die Screenshots meiner Trainingseinheiten, welche ich mit der Polar V 800 – Testbericht hier – aufzeichne, werde ich hier als Bild einfügen. Ich werde mich die Woche auf Krafttraining, […]

  • Reply
    Polar Vantage im Test: So gut ist die neue Multisportuhr
    3. Dezember 2018 at 16:20

    […] Auf Themen wie „Aktivierung der Uhr“, „Konfiguration“ und „Sportprofile“ mit Hilfe der Polar Flow App möchte ich hier im Test nicht näher eingehen, da sich dies nicht geändert hat. Details zu diesen Themen findet ihr genau in meinem Testbericht zur Polar V800 und zwar hier. […]

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