Blick hinter die Kulissen Motivation

Mein Geheimnis – Zielzeit beim Vienna City Marathon 2018

geheimnis

Oh fuck, ihr werdet jetzt wahrscheinlich lachen, wenn ich euch erzähle was der wahre Grund war, warum ich mein Ziel – Zieleinlauf unter 3 Stunden 20 Minuten – nicht geschafft habe. Seid mittlerweile 4 Monaten ist es mein kleines Geheimnis. Ein Geheimnis war mich jetzt so an sich nicht wirklich belastet, aber ich muss oft darüber nachdenken.

Kennt ihr dass, wenn ihr genau wisst warum ihr etwas nicht geschafft habt? Das letzte Kapitel vom Prüfungsstoff nicht gelernt und der Lehrer weiß nichts besseres zu tun als die Prüfungsfragen genau über dieses eine Kapitel zu stellen? Ihr habt wieder einmal herumgetrödelt, kommt zu spät zur Verabredung und schiebt es dann einfach auf den Verkehr?

Ja, ich kenne das auch. Zu gut. Wobei zu spät kommen tu ich eigentlich nie. Das hasse ich und wer mich kennt weiß das auch.

The One Big Thing

Die Idee zu diesem Blog kam mir beim Lesen des Buches „The One Big Thing“. Ich bin aktuell zwar gerade erst auf Seite 24 von 253, aber es nervt mich auch jetzt schon. Das Buch nervt mich insofern als dass es anscheinend meine Gedanken lesen kann und mir aufzeigt was ich falsch mache. Ständig ist die Rede von „Konzentriere dich auf the one thing und du wirst erfolgreich, glücklich blablabla“.

Mein Ziel für Kärnten Läuft Halbmarathon

Diesen Sonntag – 26.08.2018 – starte ich bei Kärnten Läuft über die Halbmarathon Distanz. Seit zirka zwei Wochen drehen sich nun schon alle Gespräche um die Frage: „Was für ne Zeit nimmst du dir vor?“. Bei dieser Frage muss ich dann unweigerlich immer an mein kleines Geheimnis denken. Daran deshalb weil ich für Kärnten Läuft das Kombi-Starterpaket gebucht habe, wo auch die Teilnahme am Graz Marathon 2018 im Oktober über die vollen 42,2 km inkludiert war. Für den Graz Marathon habe ich mich deshalb angemeldet weil ich vorhabe endlich die 3 Stunden 2o Minuten Marke zu knacken. Nicht weil ich muss, vielmehr weil ich damit mein kleines Geheimnis in Luft auflöse oder besser gesagt überwinde bzw. verarbeite.

Mein Geheimnis – Why I didn’t make it in time!

Viele die diesen Blogbeitrag hier lesen, fragen sich danach wahrscheinlich wie dumm ich bin weil das Geheimnis einfach lächerlich ist. Ist es nämlich auch wirklich.

Wisst ihr was ich nämlich gemacht habe? Ich bin beim fucking 39. Kilometer kurz stehen geblieben und gegangen.  3,2 Kilometer vor dem scheiß Ziel habe ich gestoppt und bin ca. 1-2 Minuten gegangen. Nach 39 Kilometer bei Temperaturen bis zu 30 Grad war ich mental so schwach dass ich stehen geblieben bin. Ich hab aufgegeben.

Im Blog zu meinem Fail beim Vienna City Marathon, wo ich um nur 23 Sekunden dann schlussendlich mein Ziel versäumt habe, habe ich geschrieben dass ich danach im Ziel kurz Tränen in den Augen hatte. Einige haben mich damals für diese Aussage belächelt. Jetzt wisst ihr also warum ich Tränen in den Augen hatte. Ich hatte Tränen in den Augen weil ich von mir selbst enttäuscht war. Enttäuscht nicht zwingend davon dass ich mein Ziel nicht erreicht hatte, vielmehr aber dass ich es nicht erreicht habe, weil ich aufgegeben habe. Das ist es also, mein Geheimnis dass ich bisher für mich behalten habe. Es war und ist mir peinlich, wobei es dies wahrscheinlich nicht sein sollte.

Nun Laufe ich aber seit dem Vienna City Marathon eben wieder meinen ersten Marathon bei Kärnten Läuft.

Mein Ziel für Kärnten Läuft

Auf die anfangs erwähnte Frage: „Welche Zielzeit ich mir für den Kärnten Läuft Halbmarathon vorgenommen hatte?“, weiß ich insgeheim die Antwort. Diese lautet unter 1 Stunde 30 Minuten. Hab ich Bock darauf es zu schaffen? Oh nein, eigentlich überhaupt nicht. Will ich es schaffen? Ohja, unbedingt. Wäre doch gelacht. Vergangenes Jahr bin ich knapp unter 1 Stunde und 30 Minuten eingelaufen. So knapp dass ein kurzer Blick nach Hinten gereicht hätte es nicht zu schaffen. Zählt also nicht für mich.

Warum ich es wichtig finde, euch dieses Geheimnis zu erzählen?

Erstens weil „Geheimnis“ mein Keyword für diesen Blogbeitrag ist auf welches ich will dass Google es rankt und ich deshalb noch einmal eine Headline brauchte worin das Wort „Geheimnis“ vorkommt und zweitens weil es zeigt, dass alles nur Kopfsache ist.

Ihr müsst wissen, dass ihr mit jeder Entscheidung die ihr trefft, selber klar kommen müsst. Ein wesentlicher Grund warum ich meinen sehr selektierten Kreis an Freunden so schätze ist, weil ich weiß, dass jeder von ihnen immer mehr als 100 Prozent gibt. Wir werden nicht stärker, glücklicher oder zufriedener indem wir uns mit Dingen die einfach so sind wie sie sind, zufrieden geben. Wer im Leben kämpft, was erreichen will, hart dafür arbeitet und bereit ist diese eine „extra Mile“ zu gehen, der erreicht Dinge die er selbst nie für möglich gehalten hätte.

Alter, könnt ihr euch noch erinnern dass ich bitte im Juli mit einem Bike auf der gesperrten Champs-Élysées fahren durfte? Wer hätte das vor 3 Jahren bitte gedacht? Ich bestimmt nicht. Jeder einzelne Buchstabe den ich bis dahin in meinen Laptop und dadurch auf diese Seite hier geklopft habe war es wert, den all diese Buchstaben dienten dazu um einen Satz formulieren zu können: „Ich durfte im Rahmen der Le Tour de France 2018 auf Einladung von Oakley gemeinsam mit anderen Bloggern und Radsportfanatikern zwei Runden auf der Champs Élysées fahren und zwar kurz vor dem Finale der Tour de France 2018“. Diesen Satz kann mir keiner mehr nehmen, denn er ist das Ergebnis aller Bemühungen und für mich ein fucking Highlight in meinem bisherigen Leben!

Mein Fazit

Wenn du Fehler machst weil du mental zu schwach bist, steh wieder auf, „start all over again“ und komm stärker daraus hervor! Einmal wird jeder von uns liegen bleiben, solange wir aber noch am Leben sind, haben wir die Möglichkeit wieder aufzustehen. Ich glaube vielmehr auch, dass es unsere Pflicht ist, es immer wieder zu versuchen, dass sind wir unserem Leben schuldig.

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