Blick hinter die Kulissen

Intervallfasten vor Wettkämpfen – Kärnten Läuft 2019

Intervallfasten bei Wettkämpfen

Gut, die schlauen unter euch werden sich bei der Headline bereits denken was jetzt kommt…nein, keine Ausrede, sondern meine vielleicht etwas zu späte Erkenntnis. Intervallfasten bzw. fast gar nix essen – auch wenn ich dürfte – ist vielleicht doch nicht so gut ist. Hab ich aber leider gemacht. Warum? Well, I don’t know. Bezahlt hab ich diese Dummheit mit einem echt extrem anstrengenden Halbmarathon im Rahmen von Kärnten Läuft 2019. Meine Erfahrung mit “Intervallfasten vor Wettkämpfen” kann ich euch hier zumindest schon einmal schildern.

Oft zu weit über meine Grenze

Wer mich kennt, der weiß mittlerweile, dass ich mir selbst wohl immer den größten Druck mache. Auch wenn ich sage, ich mach mir keinen Druck und werd es dieses Mal eher #easy angehen, dann ist meist aber gerade das Gegenteil der Fall. So auch bei Kärnten Läuft 2019 und ja, ich könnt mich selber ohrfeigen für meine Dummheit. Allgemein ist vielleicht auch noch zu sagen, dass das was ich hier mache einerseits Jammern auf hohem Niveau ist – bin bei 1.34.27 ins Ziel eingelaufen -, andererseits war es aber für mich eben keine gute Leistung.

Kleine Anmerkung

Oft wird mir – hinterm Rücken natürlich – diesbezüglich Arroganz vorgehalten, weil ich eben sag, dass ich enttäuscht bin. Gut, ich bin aber eben enttäuscht. Nicht hauptsächlich von der Zeit, sondern von meiner Leistung. Jeder der sich ein Ziel gesetzt hat und es dann aber nicht erreicht hat, versteht mich glaube ich. Die Anderen sind mir mittlerweile ehrlich gesagt echt egal. Also genauer gesagt, die die meinen mich zu kennen, weil sie Fotos auf sozialen Netzwerken von mir sehen 🙂 Aber zurück zum Thema des Blogbeitrags.

Das Rennen schon vor dem Start verloren

Ja, leider ist es so. Wie gesagt, dies soll hier keine Ausrede sein, sondern lediglich eine Darstellung der Tatsachen wie ich sie in dem Tag vor und während dem Halbmarathon erlebt hab. Wer sich mit Wettkampfernährung oder simple gesagt “richtigem Essverhalten” auskennt, der erkennt den Fehler ziemlich schnell. Tja, leider hab ich ihn aber nicht erkannt.

Als ich mich mit Freunden um 12.30 Uhr in Klagenfurt zur Startnummernabholung getroffen hatte, dauerte mein Fastenintervall bereits 16.30 Stunden, worauf ich stolz war. Die Autophagie war zu diesem Zeitpunkt bereits voll im Gange und ich erfreut, dass sich meine Zellen erneuern. Der Plan war, danach etwas zu essen, was ich in Form einer Pizza dann auch um zirka 13.30 – 14.00 Uhr tat. Nach 17 Stunden und weniger als 24 Stunden vor dem Lauf gab es dann also eine Pizza für mich. Für das Rennen selbst hab ich mir dann einen Müsliriegel – welchen ich kurz vorher zu mir nehme – und 2 Gels für während des Laufes, gekauft. Am Samstagabend gab es dann noch ein paar Stücke Wassermelone, Weintrauben und ein Glas Shake (Sojamilch, Haferflocken mit Kakaopulver). In der Früh, ca. um 7.00 Uhr gab es eine Banane plus Kaffee zum Frühstück. Das Fastenintervall hab ich an diesem Morgen dann natürlich unterbrochen. Im Nachhinein betrachtet hab ich aber durch das Fasten in der Woche einfach immer zu wenig gegessen und meinen Körper dazu gezwungen, die Reserven anzugreifen. Da bei mir hier sowieso nicht allzu viel zu holen ist, hat mich dieses Verhalten dann zusätzlich noch Kraft gekostet. “Intervallfasten vor Wettkämpfen” ist vielleicht nicht so eine gute Idee.

Der Schuss ging nach hinten los

Die ersten beiden Kilometer hab ich natürlich wie immer viel zu schnell angefangen. Daran lag es aber nicht. Dass sollte mein Körper nun mittlerweile schon gewohnt sein. Leider. Ab Kilometer drei merke ich einfach, dass heut nix geht bzw. im schlimmsten Fall ich selbst gehen müsste. Ich war nicht nur extrem weit vom Ziel in Klagenfurt entfernt, sondern auch davon, annähernd so schnell zu laufen, wie ich es mir gedacht hätte. Meine Bestzeit von 1:25:32 bei Kärnten Läuft 2018 (Beweis sehr ihr hier) wollte ich aber auch nicht schlagen. Geplant war eigentlich ein solider Lauf unter 1.30 Stunden. Gut, mit einer Zeit von 1:34.27 wurde dann daraus leider auch nichts.

Mental hat mich dieser Lauf im Endeffekt echt wieder ein Stück weiter gebracht. Wenn ich jetzt sage, dass sich dieser Halbmarathon anstrengender als die 42,2 km beim Ironman in Klagenfurt, angefühlt haben, verdrehen sicher wieder einige die Augen. In diesem Fall bitte wieder hochscrollen zur Headline “Kleine Anmerkung”.

Fakt ist, es war nicht mein Tag und ich konnte meine Leistung aufgrund einiger Fehler vorab nicht abrufen. Es gibt auch einmal schlechte Tage und dass ist auch gut so. Nicht immer muss alles perfekt laufen. 2019 lief bisher alles echt wirklich perfekt. Beim Halbmarathon dieses Mal eben leider nicht, aber egal.

Intervallfasten bei Wettkämpfen – Mein Fazit!

Mein Fazit also ist, dass Fehler eben oftmals gemacht werden müssen um daraus zu lernen. Wie das Kind und die Herdplatte, bin auch ich mit mittlerweile 30 Jahren, immer noch dabei zu lernen und das ist doch gut. Perfekt bin ich noch lange nicht und will ich auch noch nicht sein. Mein gestecktes Ziel für den Graz Marathon 2019 steht fest. Ich will mein Projekt #125 umsetzen und dafür werde ich alles geben. Gewiss aber auch besser auf meine Ernährung vor dem Wettkampf achten. Infos zum Projet#125 gibts hier!

Gestern hatte ich leider nicht wirklich viel Spaß am Sport, war aber wirklich froh, dass ich mich ins Ziel gekämpft habe! Euch wünsche ich aber wie immer: “Mocht’s a bissal Sport dann bleibt’s gsund!”

Euer Markus aka derSteira

 

Wer mehr zum Thema Intervallfasten wissen möchte, dem empfehle ich meinen Blogbeitrag dazu. Auch wenn “Intervallfasten vor Wettkämpfen” nicht wirklich zusammenpasst, finde ich die Idee dahinter dennoch sehr gut. Zum Blogbeitrag: “Intervallfasten: Wie 16 Stunden Fasten dein Leben verändern“, kommt ihr hier!

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