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Sport

Höhenangst – Über meine Grenze hoch auf den Berg!

 

Also zu Beginn, noch bevor ich über meine Höhenangst spreche, sei gesagt, mein Kumpl Mario ist an all dem Schuld! Begonnen hat es nämlich damit, dass er  mir mitteilte, ich soll mir doch den Sonntag frei halten weil “Wir mochn wos”. Auf meine Frage hin was das sei, antwortete er nur mit “Wiast scho sehn, mocht Spaß!”. Spätestens da hätte ich die ersten Anzeichen – ein Schweißtropfen der, so wie ich dachte, den heißen Temperaturen geschuldet war – richtig deuten müssen.

Die Höhenangst bezwingen – Aufi auf’n Berg

Gut, nun waren wir ja schon einmal da und kneifen ist ja auch blöd. Anfangs auf dem Weg hin zum Einstieg des Klettersteigs – ich wusste nicht, dass es in Richtung Klettersteig geht – war ich noch relativ entspannt und dachte irrtümlicherweise an “Wandern”. Klettergurt und Helm wären dafür aber nicht notwendig gewesen, also hätte ich es mir eigentlich denken können.

Als wir dann nach einer kurzen Wanderung am Klettersteig angekommen waren, zeigte mir Mario wie ich den Gurt anlegen musste und wie “Klettern” so funktioniert. Bis dahin hielt sich meine Höhenangst auch noch im Zaum. Ich stand ja noch auf festem Untergrund. Ein paar Minuten später war dies aber nicht mehr der Fall, Mario vor mir und ich mitten in der Wand hängend und mir ziemlich sicher, dass ich jetzt sterben werde. Die Route in Richtung Himmel war ja zumindest schon mal die richtige.

An dieser Stelle fragt ihr euch sicher, warum ein sehr guter Freund einem sowas eigentlich antut, richtig? Tja, dass war Mario’s Revenge dafür, dass er mit mir den diesjährigen Welschlauf in der Südsteiermark laufen musste. Naja was heißt eigentlich “musste”? Er hat sich aus freien Stücken dazu entschlossen mich zu begleiten. Ich wurde nämlich wiederum von einem anderen guten Freund als Revenge dafür dass ich ihn beim Graz Marathon angemeldet habe, eben beim Welschlauf angemeldet.

Wie stark ist meine Höhenangst eigentlich?

Sagen wir mal so, wenn ich ganz oben am Pyramidenkogel stehe, muss ich nicht unbedingt ganz nach vorne ans Gelände gehen. Meine Höhenangst zeigt sich dadurch, dass ich immer Angst vor dem Runterfallen habe. Mir wird jetzt nicht wirklich schwindelig, aber es ist mir unangenehm und ich fühle mich unwohl. Gute Gründe also für mich, um solche Dinge zu umgehen. Da ich aber immer für einen Spaß zu haben bin, habe ich auch schon einmal etwas für mich sehr mutiges gemacht, nämlich einen Bungee Jump. In Kroatien, bei einem Partyurlaub total betrunken und 60 Meter über dem Meer. Die Frage nach dem “Warum?” erübrigt sich an dieser Stelle. Wir kennen die Antwort. Es war eindeutig der Alkohol. Ich kann mich noch sehr gut an den Moment im freien Fall erinnern, wo man darauf wartet, dass einem das Seil wieder hochzieht. Wenn nicht, naja gut, auch diese Antwort bzw. den Ausgang der Geschichte könnten wir uns denken.

Zu dem Bungee Jump gab es ein sehr lustiges Video, welches ich natürlich all meinen Freunden zuhause zeigte. Auch meiner damaligen Freundin. Resultat dieser Mutprobe war, dass ich dann zu meinem Geburtstag im Jahr darauf von besagter Freundin einen Gutschein für einen Skywalk bei der Jauntalbrücke bekommen habe. Long Story short, den Gutschein habe ich nie eingelöst und die Freundin ist mittlerweile auch abgesprungen. Gut so.

Bin ich über meine Grenzen gegangen?

Ja, ich bin bei diesem Klettersteig über meine Grenzen gegangen. Wie gesagt, anfangs hatte ich wirklich extrem mit meiner Höhenangst zu kämpfen. Vor allem eben der Einstieg in den Klettersteig war schon echt krass finde ich. Danach ging es eigentlich, mein Puls beruhigte sich und im Umgang mit der Kletterausrüstung fühlte ich mich auch immer sicherer. Zum Ende hin hatte ich richtig Spaß. Oben angekommen war ich dann ziemlich happy und froh dass ich es geschafft hatte.

Was ich daraus gelernt habe?

Über meine Höhenangst nicht wirklich viel um ehrlich zu sein. Die kannte ich ja bereits, wusste eben auch schon davor dass ich sie habe und wie sie sich in ihrer Ausprägung zeigt. Was ich von diesem Tag wirklich gelernt habe ist, wie wichtig es ist, Freunde zu haben die einem auch ab und an mal dazu bringen aus seiner eigenen Comfort Zone auszubrechen. Mario hatte sich heuer Aufgrund meiner Empfehlung für den Welschlauf  – 21 km mit ca. 1000 Höhenmeter – angemeldet. Für ihn war es sein bisher anstrengendster Lauf wie er meinte und hat ihn aber doch ins Ziel gebracht. Dabei ging er sicherlich auch an seine Grenzen und hat diese auch noch überwunden. Als kleine Revenge stand ich dann unwissend und mit vollen Hosen vor dem Klettersteig. Anfangs war ich schon ein wenig wütend und vielleicht hab ich ihn auch – halb ernst gemeint – ein “Arschloch” genannt, aber am Ende des Tages war es eine sehr coole Aktion und sportlich eine willkommene Abwechslung.

Werde ich es wieder tun?

Ja, also diesen Klettersteig am Hochstuhl möchte ich schon gerne noch einmal gehen und zwar etwas schneller. Da geht noch was. Klettern an sich ist aber nicht mein Sport. Der Tag war super, aber meine Höhenangst habe ich glaube ich damit nicht wirklich überwunden. In Summe war es ein sehr cooles Workout welches ich gerne wiederholen möchte. Ich bin aber schon eher am Rad, auf der Laufstrecke und im Wasser zu hause.

Zu diesem Tag und zum Thema HöhenANGST, habe ich ein sehr cooles Zitat gefunden, welches ich euch gerne noch mit auf den Weg geben möchte. Danach gibt es ein paar sehr coole Bilder!

„Everything you want is on the other side of fear“

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Dan
    27. Juni 2018 at 19:55

    Sehr cool!
    Ich liebe ja die Klettersteig-geherei und muss den Stol auch mal machen…

  • Reply
    Barbara
    29. Juni 2018 at 4:17

    Servus,
    wirklich mega, gratuliere zur erfolgreichen Überwindung! Direkt schad, dass mich nicht auch mit hinauf gezaht habts 😉 als Revange hätt ich euch den Kosiak Löwen schmackhaft gmacht.
    Herzliche Grüße und weiter so (Blog, Leben, Sport, überhaupt),
    Barbara

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