Blick hinter die Kulissen Produkttest Sport

Ergebnisse meiner Leistungsdiagnostik bei Impuls Sport Part 2

Juhu, meine Ergebnisse der Leistungsdiagnostik sind da!

„Begeisterung ist der nie erlahmende im.puls, der uns beharrlich unser Ziel verfolgen lässt.“

So steht es auf dem Deckblatt meiner Auswertung. Begeistert von der Leistungsdiagnostik war ich schon, genauer gesagt vom Test. Ich hatte nämlich ein ziemlich gutes Gefühl da ich  am Laufband, zwar nur kurz aber doch, 18,4 km/h gelaufen bin. So schnell bin ich zuvor noch nie gelaufen. Aber war das überhaupt gut? Hätte ich noch schneller laufen müssen? Die Kenianer laufen ja ca. 20 km/h Schnitt auf 42,2 km. Bin ich für 28 Jahre als Möchtegern-Triathlet und Sportler vielleicht doch unsportlich? Fragen um Fragen, die ich mir seit dem Test und bis zum Termin, wo wir die Ergebnisse besprochen haben, gestellt hatte. Die Antwort auf all diese Fragen seht ihr jetzt.

Spiroergometrie- Grundergebnisse

Alter: 28 Jahre

Gewicht: 71, 7 kg – zum Zeitpunkt des Tests

Größe: 182 cm – ich sag immer ich bin 183 cm, war eigentlich der Meinung ich bin „nur“ 181 cm groß und jetzt hab ich es endlich Schwarz auf Weiß, ich bin 182 cm groß

Dauer des Tests: 20 Minuten – 1 min lockeres gehen, 3 min lockeres Laufen. Anschließend jeder Minute +0,8 km/h schneller. Sorry, mehr als 20 Minuten waren da nicht drinnen.

Temperatur: 26,1 Grad – mir kam es auf jeden Fall heißer vor.

Befund

  • Der Patient führte einen submaximalen Belastungstest bis 17,6 km/h durch und erreichte ein V’02peak von 4,02 L/min. Das ist über dem Normwert 3,45 L/min (117%).
  • Die relative maximale Sauerstoffaufnahme (V’02/kg) ist 56 ml/min/kg. Ausgehend von Klassifizierung nach AHA wird der Leistungszustand als Excellent eingeschätzt.
  • Bei maximaler Belastung war die respiratorische Austauschrate (RER) 26 g/h und die Herzfrequenz (HF) 197/min, das ist 102% des Normwertes.
  • Die VT 1 ist 3,16 L/ min bzw. 44 ml/min/kg. Das sind 92 % des Normwertes für die maximale Sauerstoffaufnahme oder 79% der erreichten maximalen Sauerstoffaufnahme.

Bitte was? Wartet kurz, ich erkläre es euch. Also, mein Leistungszustand ist anscheinend Excellent, was ja schon einmal ganz gut klingt. Den Test habe ich anscheinend doch „nur“ bis 17,6 km/h gemacht. Grund war, dass ich die letzte Minute mit Tempo 18,4 km/h nur ca. 15 Sekunden gelaufen bin und diese somit quasi nicht zählte. Eigentlich hatte ich vor die 18,4 km/h noch zu schaffen, war aber der Meinung dass die zählen,  sobald sie beginnen. Naja, falsch gedacht. Beim nächsten Test, lauf ich die Minute auch noch ganz fertig und vielleicht sogar ja noch eine mehr.

Die Ergebnisse meines Leistungstests – was für mich wichtig ist!

Mir ist durchaus bewusst, dass viele meiner Leser ein sehr unterschiedliches Niveau hinsichtlich ihrer sportlichen Aktivitäten und Leistungen haben. Ist auch gut so. Ihr interessiert euch für Sport, seit motiviert und wollt euch sportlich betätigen um euch wohl zu fühlen. Mehr will ich im Grunde auch nicht. Einige – ich weiß, viele würden es nie zugeben, dass sie meinen Blog doch lesen – Leser sind auf einem etwas höheren Niveau, die würde ein schriftliches „Fachsimpeln“ über die Ergebnisse hier im Blog durchaus langweilen. Diesen Sportlern muss ich aber auch nichts erzählen. Ich freue mich zwar, dass mein Blog auch von ihnen gelesen wird, die wissen aber sowieso viel besser bescheid über das Thema Leistungstest und schmunzeln wahrscheinlich über die 17,6 km/h. Vielmehr soll es hier in diesem Blog aber nicht primär um die „Leistung“ sondern um die „Diagnostik“ gehen, sprich die Evaluierung und Diagnose des Leistungsstandes.

Mein Ziel mit diesem Blog über die Ergebnisse der Leistungsdiagnostik ist es, euch das Thema so zu präsentieren, dass ihr damit aber auch was anfangen könnt. Kommunizieren können wir mit unserem Körper nur indem wir zuhören, um zu wissen was er uns sagt. Was er uns über unseren Leistungszustand zu sagen hat, teilt er uns beispielsweise durch Herzfrequenz, Fettverbrennung usw. mit. Mithilfe der Antworten die er uns gibt, wissen wir wiederum wie wir mit ihm sprechen beziehungsweise umgehen sollten. Was mein Herz sagt, lest ihr in den nächsten Zeilen.

Herzfrequenzzonen – Mein Ziel

Die Leistungsdiagnostik war, wie im ersten Blog dazu ausführlich erwähnt (hier geht’s zum Teil 1) eine Laufspiroergometrie, also ein Test am Laufband. Ich selbst habe bei meinen Läufen schon immer bemerkt, dass ich immer in einem sehr hohen Pulsbereich laufe. Meine Polar Uhr hat mir dieses Gefühl auch immer wieder bestätigt.

Mein Ziel war es nun anhand der Laufdiagnostik einen Überblick über meine Hezrfrequenzzonen zu bekommen, sprich die Bereiche in denen ich trainieren soll, um schlussendlich nicht nur sinnlos Laufeinheiten abzuspulen, sondern auch zu wissen, mit welcher Frequenz ich wie und was trainiere.

Herzfrequenzzonen – Das Ergebnis

Im Bild oben seht ihr die Ergebnisse zu meinen Herzfrequenzzonen in denen ich trainieren soll. Was die einzelnen Bereich für meine Training bedeuten und wie ich sie einsetzen kann, erkläre ich euch nachfolgend. Dabei gehe ich von unten nach oben. Logischerweise vom Kompensationsbereich bis hin zum Spitzenbereich. Quelle der Informationen ist der Auswertungsbogen von im.puls Sport.

Der Kompensationsbereich (A)

Sehr niedrige Intensität zur Kompensation und Regeneration vor und nach Wettkämpfen und intensiven Trainingseinheiten. Diese aktive Erholung wird als sehr langsame und lockere Einheit entweder in der gewohnten Disziplin oder kompensatorisch in einer anderen Sportart (z.b. lockeres Schwimmen für Läufer) durchgeführt.

Der Pulsbereich für mich liegt dafür bei unter 140 Schläge pro Minute. Verbrannt werden bei einer Stunde Belastung ca. 679 kcal.

Extensive Ausdauer – GA1 (B)

Niedrige Intensität zur Ökonomisieren und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Die Energiebereitstellung erfolgt aerob und wesentlich über die Fettverbrennung (Training des Fettstoffwechsels). Optimales Herz-Kreislauf-Training für Antrainierte, Wiedereinsteiger oder übergewichtige. In diesem Bereich sollte 2-3 mal wöchentlich für mindestens 30 min trainiert werden.

Der Pulsbereich für mich liegt dafür zwischen 140 und 161 Schlägen pro Minute. Verbrannt werden bei einer Stunde Belastung zwischen 679  und 921 kcal.

Intensive Ausdauer – GA 1/2 (C)

Mittlere Intensität zur Ökonomisieren und Entwicklung der Grundlagenausdauer sowie zur Erhöhung des aeroben Leistungsvermögens. Zusammen mit dem Bereich „Extensive Ausdauer“ ist dies der wichtigste Trainingsbereich. Gesundheitssportler sollten vorwiegend in diese beiden Bereichen trainieren, wodurch gleichzeitig auch die notwendige Basis für höhere Intensitäten geschaffen wird.

Der Pulsbereich für mich liegt dafür zwischen 161 und 174 Schlägen pro Minute. Verbrannt werden bei einer Stunde Belastung zwischen 921 und 1060 kcal.

Entwicklungsbereich – GA 2 (D)

Hohe Intensität im aero-anaeroben Übergangsbereich zur Entwicklung der Kraftausdauer und wettkampfspezifischen Ausdauer sowie zur Erhöhung der heroben Kapazität. Die Energiebereitstellung erfolgt fast ausschließlich über Kohlenhydratverbrennung. Wird meist als Intervalltraining durchgeführt. Für ambitionierte Freizeitsportler bei gut trainierter Grundlagenauster zur weiteren Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit geeignet. Von Sportlern in der letzten Vorbereitungsperiode und in der Wettkampfperiode durchzuführen.

Der Pulsbereich für mich liegt dafür zwischen 174 und 193 Schlägen pro Minute. Verbrannt werden bei einer Stunde Belastung zwischen 1060 und 1195 kcal.

Spitzenbereich – WSA (E)

Sehr hohe bis maximale Intensität zur Entwicklung der Schnellkraft und Schnelligkeitausdauer sowie zur Verbesserung der anaeroben Mobilisationsfähigkeit. Die Intensität liegt deutlich oberhalb der anaeroben Schwelle im Bereich der maximalen Sauerstoffaufnahme. In diesem Bereich sollte nur von Sportlern trainiert werden, die an Wettkämpfen teilnehmen und absolut gesund sind.

Der Pulsbereich für mich liegt dafür über 193 Schläge pro Minute. Verbrannt werden bei einer Stunde Belastung über 1195 kcal.

Mein Fazit zu den Herzfrequenzzonen

Ihr seht also schon, die Ergebnisse der Leistungsdiagnostik betreffend meiner Herzfrequenzzonen war/ist sehr aufschlussreich. Die Zonen können natürlich je nach Person (Alter, Geschlecht, Gewicht, Trainingszustand etc.) variieren. Aus diesem Grund empfehle ich euch natürlich, selbst eine Leistungsdiagnostik zu machen. Im Speziellen könnt ihr diese Leistung natürlich bei im.puls Sport in Klagenfurt in Anspruch nehmen.

Im Nachhinein verstehe ich nicht, warum ich die Leistungsdiagnostik nicht schon viel früher gemacht habe, vor allem weil ich ja schon sehr viel und lange Sport mache.

Nach meinem Sturz und Schlüsselbeinbruch, hab ich mir unter anderem auch vorgenommen, mehr auf meinen Körper zu hören. Die ersten Konversationen, wenn man so will, hatte ich bei meinem Leistungstest und ein Auszug aus diesem Gespräch mit meinem Körper, sind die Werte der Herzfrequenzzonen.

Eine wesentliche Frage von uns allen an unseren Körper, ist natürlich auch „Wann verbrenne ich am meisten Fett?“. Extrem wichtig natürlich für den Sommer und die Bikinifigur. Wie mein Fettstoffwechsel aktuell aussieht, zeigen die nachfolgenden Ergebnisse der Leistungsdiagnostik.

Fettstoffwechsel – Das Ergebnis

Der maximale Fettstoffwechsel bewegt sich bei mir in einem Bereich von 35-61g/h bei einer Herzfrequenz zwischen 127 und 174 /min. Wie bei den Herzfrequenzzonen angegeben ist mein „Wettkampftempo“ bis 174 Schläge pro Minute. Sprich alles was darüber, in den „Intervallbereich“ geht, ist bei einem Wettkampf für mich suboptimal. Bei passendem Grundlagenausdauertraining in Kombination mit Intervall-Einheiten, welche auf lange Sicht die Leistungsfähigkeit im höheren Trainingsbereich stärken, funktioniert mein Körper bis zu einer Herzfrequenzzone von 174 Schlägen pro Minute am besten. Laufe ich bei einem Halbmarathon beispielsweise schon sehr früh mit einem Puls über 174 Schläge pro Minute, funktioniert mein Fettstoffwechsel nicht optimal und ich werde wahrscheinlich Schwierigkeiten bekommen es ins Ziel zu schaffen.

Mein Fazit der Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik – Laufbandspiroergometrie

Wie eingangs bereits erwähnt, war die Leistungsdiagnostik längst überfällig. Die Durchführung der Leistungsdiagnostik – Blog Teil 1 hier – bei im.puls Sport, war sehr professionell, das Team freundlich und der Test an sich qualitativ sehr gut durchgeführt. Davon ging ich aber auch aus.

Zu den Angeboten von im.Puls Sport gelangt ihr hier.

Die Ergebnisse der Leistungsdiagnostik

Sehr aufschlussreich waren für mich eben die zwei beschriebenen Bereiche Herzfrequenzzonen und Fettstoffwechsel. Sie liefern mir quasi eine genaue Auswertung und Aufstellung meiner Leistungsdaten, zeigen meinen aktuellen Trainingszustand und ermöglichen mir in Zukunft ein effizienteres Training.

Die Beratung bzw. das Gespräch über die Ergebnisse wurde sehr professionell durchgeführt. Viele Begriffe waren aber auch selbst mir, wo ich mich doch etwas mehr mit Sport usw. beschäftige, zu viel. Nicht zu viel in dem Sinne dass da einfach zu viele Zahlen standen, sondern „too much Information“ auf einmal. Mir wurde aber nach mehrmaligen Nachfragen usw. alles sehr gut erklärt, sodass ich schlussendlich zufrieden und total motiviert fürs nächste bevorstehende Training, nach hause gegangen bin. Es wurde mir auch gesagt, dass ich mich bei Fragen, natürlich auch gerne melden darf bzw. soll.

Vielen lieben Dank an das Team von im.puls Sport in Klagenfurt. Ich freue mich schon auf Herbst, wo ich dann meine Entwicklung in diesem Jahr analysieren lassen werde!

Alles liebe Markus aka derSteira

Ps.: Updates u.v.m. gibt es täglich bei mir auf Instagram und Facebook! Schaut doch gerne mal vorbei. Ich würde mich freuen.

 

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1 Comment

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    Vienna City Marathon: Mein persönliches Comeback!
    11. Februar 2018 at 19:54

    […] Ergebnisse meiner Leistungsdiagnostik bei Impuls Sport Klagenfurt […]

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